ModeratorInnen und PodiumsdiskussionsteilnehmerInnen gesucht

Liebe Soziologiekongress-Teilnehmende und -freunde, liebe Community,
wir suchen suchen für den Veranstaltungsblock “Komplexe neue digitale Welt” am Kongress-Samstag (von 15:30-17:00 Uhr) noch ModeratorInnen für Gruppendiskussionen und Expert/innen für eine Podiumsdiskussion zum Thema “Internet und Gesellschaft”.
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Analoges Auflegen im digitalen Zeitalter

Innerhalb der Berliner Technoszene wird gelegentlich über Partys mit Aussagen wie „ein ausgewiesener Liebhaber der analogen Technik“ (Suicide Berlin 05.08.2011) oder gar „Vinyl März 2011“ (Berghain) informiert. Die Frage, die sich daran anschließt ist: Warum legen DJs überhaupt noch analog auf? Ist Techno nicht dadurch bekannt geworden, dass elektronisch erzeugte Klänge zu Musik gemacht wurden? Und ist es nicht der PC, der dies alles noch besser möglich macht?
Innherhalb dieses Beitrags werden qualitative Interviews mit DJs, die sich für analoges Auflegen entschieden haben, vorgestellt. Diese Interviews werden dabei zum einen mit Hilfe des Konzepts der Technikgenerationen und zum anderen mit dem der Sozialisation ausgewertet.

von Maria Badke

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Die Schwarze Szene wird belichtet

Auf Grundlage von teilnehmenden Beobachtungen während des Musikfestivals „Wave-Gotik-Treffen“ (WGT) in Leipzig wurden öffentliche Interaktionen zwischen kostümierten Festivalteilnehmer_innen und Passant_innen untersucht, in denen diese aufeinander wechselseitig als Fotomotive und Fotografierende Bezug nahmen. In methodologischer Anlehnung an die von Barney Glaser und Anselm Strauss entwickelte Grounded Theory versuchen die Forscher_innen, beide Seiten der gegenseitigen Bezugnahme der Handelnden in den Blick zu bekommen: Die öffentliche Präsentation und Selbstinszenierung der großteils aufwendig kostümierten Festivalteilnehmenden für die Kamera ebenso wie das Handeln der Fotografierenden, die mit ihrer Kamera in den Händen eine ungewöhnlich direkte Form der öffentlichen Interaktion mit Fremden initiieren.
von Ronja Trischler, Silvan Pollozek und Marcus Heinz

 

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Prostitution im feministischen Diskurs

Die Frauenbewegung ist eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen. Dass der Feminismus – im Unterschied zu vielen Darstellungen – vielschichtig, komplex und heterogen ist, zeigt Sophie Maria Ruby am Thema Prostitution. Wie wird Prostitution als soziales Phänomen im feministischen Diskurs verhandelt? Welche Interpretationen desselben werden in diesem Diskurs gegeben? Wie stehen Feminist_innen beispielsweise zu der – mittlerweile in den Medien hegemonialen – Sichtweise auf Prostitution als „normaler Beruf“? Bricht Prostitution das Patriarchat auf oder perpetuiert sie es? Wie soll aus Sicht von Feminist_innen die Gesetzgebung zu Prostitution gestaltet werden? Im Vortrag werden Deutungsangebote des Diskurses zu diesen Fragen vorgestellt. Die Autorin und Vortragende freut sich auf eine lebhafte Diskussion im Anschluss.
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Kunst, Transformation und Handlungspotential in der Theorie Pierre Bourdieus – Möglichkeiten der Veränderung am Beispiel des künstlerischen Feldes

Ausgehend von Bourdieus Gesellschaftskonzept soll der Frage nachgegangen werden, wie der Zusammenhang zwischen Handlung und Struktur in Bezug auf die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse gedacht werden kann. Wesentlich ist hierbei die Ebene der Bedeutung. Betrachtet wird das künstlerische Feld. Dieses ist insofern beachtenswert, als es nicht nur seine feldinterne Logik aufweist, sondern die (zumindest zeitweise) Ablehnung der Logiken anderer Felder, konkret jener des ökonomischen Feldes, konstituierender Bestandteil ist. Gleichzeitig hat das (eigenständige) Subjekt eine große Bedeutung. Wie funktioniert unter diesen Voraussetzungen – nämlich unter der Erwartungshaltung unabhängiger Handlung – Veränderung. Was bedeuten Kämpfe um Legitimation im künstlerischen Feld, welchen Handlungsspielraum eröffnet der Raum der Möglichkeiten, und wie können Wahrnehmungs-, Interpretations-, und Bedeutungsstrukturen gedacht werden? „Exit through the Giftshop“ (Banksy, 2010) zeigt den Aufstieg einer Figur im künstlerischen Feld.

von Alice Neusiedler

 

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Neoliberalismus als hegemoniale Diskursformation? Eine Untersuchung anhand der Entwicklung des Einflusses der Mont Pèlerin Society.

Was ist „Neoliberalismus“? Eine Ideologie, eine wirtschaftswissenschaftliche Schule, eine Regierungspraxis, eine Gesellschaftsphilosophie oder alles in einem? In der soziologischen Fachdisziplin gibt es viele Kontroversen über die theoretisch angemessene Definition von Neoliberalismus und dessen praktischen Einfluss. Aber kann man diesen Einfluss mittlerweile als „hegemonial“ bezeichnen? Nach der Definition Antonio Gramscis, kann die Durchsetzung eines sozialen Paradigmas oder einer sozialen Gruppe nur in einem fragilen Verhältnis von Konsens und Zwang bestehen. Da sich Neoliberalismus als Diskursmacht in den „normalen Menschenverstand“ einschleicht, sprich, dazu imstande ist, allgemeinverbindliche Ziele unter Integration von Widersprüchen zu formulieren, führt kein Weg daran vorbei die Sprachstrukturen neoliberaler Institutionen und Denkfabriken zu untersuchen. Allen voran wird deren bedeutsamste Gesellschaft, die Mont Pèlerin Society, unter die Lupe genommen.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jennifer Hagen.

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Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik

Gleichstellung ist kein abgeschlossenes Thema, sondern ein laufender Prozess. Mit der Strategie des Gender Mainstreaming wurde ein politisches Leitprinzip zur Gleichstellung auf EU-Ebene eingeführt. Doch das Konzept wird u.a. in Hinsicht auf seinen Theoriehintergrund stark kritisiert. Warum sich der Dialog zwischen Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik so schwierig gestaltet, welches Potenzial im Theoriediskurs steckt und ob es eine Gleichstellungspolitik geben kann, die die Theorie und die Praxis gleichermaßen miteinbezieht, soll in diesem Beitrag diskutiert werden.
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‘Obviously I’m not a dick, right?’ – Positionierungen von Männlichkeit auf der medialisierten Konversationsebene einer Datingshow

Die soziolinguistische Studie, die ich auf dem Kongress vorstellen möchte, befasst sich mit der Konstruktion von Männlichkeiten auf der Mikro-Ebene ‘natürlich auftretender’ Unterhaltung in einer rein männlichen peer group. Gesondert hinzu tritt der Faktor, dass die Teilnehmer während der analysierten Aufnahme die britische Dating– und Game Show ‘Take Me Out’ ansahen. Die Betrachtung der spezifischen Techniken, die die Teilnehmer zur Positionierung variabler ‘männlicher’ Identitäten einsetzen, ist somit gepaart einer Analyse der Gesprächsebene, wie sie durch die TV-Sendung bereitgestellt wird. Die Arbeit ist in einem Bachelor-Level Soziolinguistikkurs am King’s College London entstanden und bezieht sich (neben einer generellen Einordnung in die Forschungsrichtung der kritischen Männlichkeitsstudien) auf zwei theoretische Grundlagen: einerseits den ‘Positioning Approach’ zur Identitätsbildung aus dem Bereich der diskursiven Psychologie (Korobov/Bamberg 2007) und der Analyse Helen Woods, die Medienkonsum als Interaktion auf einer ‘medialisierten Konversationssebene’ (mediated conversational floor) versteht (Wood 2007). Nach einer kurzen Einführung in diese Ansätze und ihre jeweilige Verortung möchte ich anhand ausgewählter Beispiele aus den transkribierten Unterhaltungen einige Techniken herausstellen, die die Teilnehmer zur Positionierung von gegenderten Identitäten einsetzen. Der Fokus der Präsentation soll somit auf den generell unbemerkten, kreativen Verhandlungen liegen, in denen Gender in alltäglichen Situationen und unter Einbezug von Medien reproduziert wird. Eine strukturelle Einbettung dieser Funde ist daher nicht vorgesehen. Die Textsamples und die ursprüngliche Arbeit liegen in englischer Sprache vor, der Vortrag selbst wird jedoch auf Deutsch gehalten.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Linus Westheuser.

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Über das Sprechen der ‚Einen‘ und das Schweigen der ‚Anderen‘. Eine feministisch-postkoloniale Reflexion der „Frauenrecht ist Menschenrecht“ Bewegung.

Das ‚Frauen‘ den ‚Männern‘ gleichgestellt sind, ist immer noch ein gesellschaftspolitisches Ziel. Zweifelsohne lässt sich aus einer historischen Perspektive eine deutliche Verbesserung und Angleichung von Rechten von Frauen nachzeichnen, doch ist die Verwirklichung des Egalitarismusansatzes noch in weiter Ferne. Es stellt sich die Frage, wie Emanzipation erreicht werden kann. Wie sollen feministische Bewegungen und deren Forderungen gestaltet werden, um eine Befreiung von diversen Unterdrückungsstrukturen zu erreichen? In meinem Vortrag möchte ich die Bewegung „Frauenrecht ist Menschenrecht“ auf ihren emanzipatorischen Gehalt hin diskutieren und auf die Ambivalenzen von Verrechtlichungsprozessen eingehen. Im Zuge dessen möchte ich die Identitätspolitiken in der feministischen Bewegung herausstellen und die Exklusion von z.B. Transgender problematisieren.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Wedermann.

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Das Soziologiestudium im Spannungsfeld von (Selbst-)Bildung und Arbeitsmarktorientierung

In dem Workshop soll der im Soziologiestudium aufscheinende Widerspruch zwischen „dem Bildungsbedürfnis und den Bildungsansprüchen [der Studierenden] auf der einen Seite und der Möglichkeiten des beruflichen Unterkommens auf der anderen“ (Adorno 2003: 11) thematisiert werden. Darin spiegelt sich letztendlich auch der zentrale Widerspruch zwischen der Gesellschaft und einer kritischen Soziologie wider. (vgl. Adorno 2006: 12) In der alten kritischen Theorie wird die Soziologie als das geistige Mittel angesehen, mit dessen Hilfe man mit der gesellschaftlichen Entfremdung fertig zu werden versucht. (Adorno 2003: 12) Unter dem Spannungsverhältnis zwischen dem Sich-Zurechtfinden in der Gesellschaft und der Verpflichtung auf gesellschaftlich nützliche Arbeit (vgl. Adorno 1982: 13) leiden regelmäßig die reflektierten unter den Soziologiestudierenden.

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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jennifer Ch. Müller und Isabella A. Enzler.

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15. August 2011 | Posted in: Workshops | Kommentarbereich geschlossen

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