Das Soziologiestudium im Spannungsfeld von (Selbst-)Bildung und Arbeitsmarktorientierung

In dem Workshop soll der im Soziologiestudium aufscheinende Widerspruch zwischen „dem Bildungsbedürfnis und den Bildungsansprüchen [der Studierenden] auf der einen Seite und der Möglichkeiten des beruflichen Unterkommens auf der anderen“ (Adorno 2003: 11) thematisiert werden. Darin spiegelt sich letztendlich auch der zentrale Widerspruch zwischen der Gesellschaft und einer kritischen Soziologie wider. (vgl. Adorno 2006: 12) In der alten kritischen Theorie wird die Soziologie als das geistige Mittel angesehen, mit dessen Hilfe man mit der gesellschaftlichen Entfremdung fertig zu werden versucht. (Adorno 2003: 12) Unter dem Spannungsverhältnis zwischen dem Sich-Zurechtfinden in der Gesellschaft und der Verpflichtung auf gesellschaftlich nützliche Arbeit (vgl. Adorno 1982: 13) leiden regelmäßig die reflektierten unter den Soziologiestudierenden.

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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jennifer Ch. Müller und Isabella A. Enzler.

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15. August 2011 | Posted in: Workshops | Kommentarbereich geschlossen

Komplexe neue Online-Offline-Welt: Theoretische, empirische und methodologische Herausforderungen für die Soziologie

Weil das Internet mobil geworden ist, sind wir an immer mehr Orten gleichzeitig online und offline. Der Workshop thematisiert die soziologische Bedeutung dieser komplexen neuen Online-Offline-Welt, die man auch als Augmented Reality bezeichnen kann. Die Teilnehmenden sollten Smartphones und Tablets dabei haben mit Apps, die sie häufig nutzen. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn sie eigene Erfahrungen mit Plattformen wie Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing, Foursquare oder Gowalla haben. Mithilfe der Gruppendiskussionen sollen diese Erfahrungen geteilt und mit soziologischen Theorien verknüpft werden.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Christoph Hess.

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Globalisierung als hegemoniales Projekt? Antonio Gramsci und die Internationale Politische Ökonomie

Die neokoloniale Ausbeutung der Menschen und Ressourcen des globalen Südens oder die Verschärfung des Klimawandels durch den Anstieg exportbedingter Produktion sind neben der Internationalisierung wirtschaftspolitischer Beziehungen zentrale Aspekte der Globalisierung. In dieser Veranstaltungen soll untersucht werden, wie die neogramscianisch inspirierte Internationale Politische Ökonomie (IPÖ) diese Prozesse erklärt. Antonio Gramsci berücksichtigte in seinen Überlegungen zur gesellschaftlichen Hegemonie die Dialektik zwischen Staat und Wirtschaft und verbindet darin Analyse, Kritik und Emanzipationsperspektiven. Seine Konzeptionen wurden von VertreterInnen der IPÖ aufgegriffen, um u.a. die Dichotomie eines ‘entfesselten Marktes’ gegenüber dadurch handlungsunfähig werdender Nationalstaaten zu dekonstruieren, da sonst die dahinter stehenden sozialen Gefüge ignoriert werden, obwohl sie ein zentraler Strukturierungsfaktor sind.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Dalilah Reuben-Shemia.

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