Neoliberalismus als hegemoniale Diskursformation? Eine Untersuchung anhand der Entwicklung des Einflusses der Mont Pèlerin Society.

Was ist „Neoliberalismus“? Eine Ideologie, eine wirtschaftswissenschaftliche Schule, eine Regierungspraxis, eine Gesellschaftsphilosophie oder alles in einem? In der soziologischen Fachdisziplin gibt es viele Kontroversen über die theoretisch angemessene Definition von Neoliberalismus und dessen praktischen Einfluss. Aber kann man diesen Einfluss mittlerweile als „hegemonial“ bezeichnen? Nach der Definition Antonio Gramscis, kann die Durchsetzung eines sozialen Paradigmas oder einer sozialen Gruppe nur in einem fragilen Verhältnis von Konsens und Zwang bestehen. Da sich Neoliberalismus als Diskursmacht in den „normalen Menschenverstand“ einschleicht, sprich, dazu imstande ist, allgemeinverbindliche Ziele unter Integration von Widersprüchen zu formulieren, führt kein Weg daran vorbei die Sprachstrukturen neoliberaler Institutionen und Denkfabriken zu untersuchen. Allen voran wird deren bedeutsamste Gesellschaft, die Mont Pèlerin Society, unter die Lupe genommen.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Jennifer Hagen.

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„Als hätten wir Angst, das Andere in der Zeit unseres eigenen Denkens zu denken“ – Möglichkeiten einer Gedächtnissoziologie nach Michel Foucault

Ausgehend von zentralen Begriffen Michel Foucaults wird gefragt, inwiefern einige seiner Ideen eine mögliche Grundlage für die Neukonzeption einer Theorie des sozialen Gedächtnisses darstellen können. Es soll eine Analyseperspektive erarbeitet werden, die den Vergangenheitsbezug von Gesellschaften im Hier und Jetzt verorten kann, ohne dabei den „Geist“ einer Epoche zu beleuchten. Vielmehr muss es darum gehen die Konstruktion der Kohärenz des sozialen Gedächtnisses zu entlarven und dabei Diskontinuitäten auszuhalten. Hierfür bietet Foucault einige Anknüpfungspunkte, die Thema des Vortrages sein werden
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Amok und Gesellschaft. Skizze einer operativen Erweiterung Michel Foucaults Diskurstheorie

Der Autor unternimmt in diesem Vortrag eine Synthese zwischen der Diskurstheorie nach Michel Foucault und der Systemtheorie nach Niklas Luhmann, um schließlich zur skizzierten Form einer operativen
Diskursanalyse zu gelangen. Dieses Projekt versteht sich auf zwei Ebenen: Theoretisch soll die Einführung eines operativen Praxis-Begriffs als diskursanalytischem Grundbegriff bewerkstelligt werden. Darüber hinaus wird die systemtheoretische Unterscheidung Organisation – Gesellschaft diskursanalytisch ge- und verwendet. Empirisch soll die Anwendbarkeit des Ansatzes am Beispiel des Amoklaufs von 2009 in Winnenden gezeigt werden. Zum einen untersucht diese empirische Studie soziale Effekte in einem von dem Amoklauf nicht betroffenen, oberbayerischen Gymnasium sowie die daraus resultierenden und praktisch zu lösenden Probleme auf der Ebene der Organisation. Zum anderen wird der mediale Diskurs in ›Süddeutsche Zeitung‹
und auf ›sueddeutsche.de‹ dahingehend analysiert, inwiefern die Thematisierung des Amoklaufs als Krise einer Gesellschaft normalisierende Wirkungen hat, d. h. inwiefern sie Sinnressourcen bereitstellt und damit den Amoklauf als kommunikatives Ereignis erzeugt.
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Sozialen Wandel konstatieren oder konstruieren? Möglichkeiten der Reflektion des Sozialen unter den Bedingungen der „neuen Welt“

Der Vortrag möchte einen Einblick in das Verhältnis von Praxisphilosophie und Wissenschaft im Kontext der modernen Gesellschaft liefern.
Dies anhand der diesbezüglich von Georg Lukács formulierten Überlegungen, wie sie in der Aufsatzsammlung “Geschichte und Klassenbewusstsein” veröffentlicht wurden. In der Auseinandersetzung mit der empirischen Soziologie Max Webers entwirft Lukács hier ein Konzept, das die marxsche Kapitalismusanalyse durch die hegelsche Brille als Ideologiekritik re-interpretiert, um so eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie die Kritik des technischen Bewusstseins (wie es in Ökonomie und Wissenschaft herrscht) in eine Umwälzung der gesellschaftlichen Grundlagen münden kann. Die Möglichkeiten der Reflektion des Sozialen verweisen dabei auf die (beiden alternativen) ‘Erkenntnisformen’, die sich im Kontext der kapitalistischen Moderne prinzipiell ergeben (können). Dem Vortrag zugrunde liegt dabei eine Magisterarbeit, die sich mit der Bedeutung der Arbeiten Webers für den Begriff der Verdinglichung befasst.
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