Soziologie des modernen Börsenhandels

Soziologie des modernen Börsenhandels Die Börse? Das ist kein Themenbereich für die Soziologie!?! Trotz des allgemein großen Interesses für das Finanzwesen ist die Finanzsoziologie weithin unbekannt. Vielmehr besteht bei Finanzthemen ein Monopol der Wirtschaftswissenschaften. Mit dieser Deutungshoheit prägen diese seit Jahrzehnten das öffentliche Verständnis von Börsen und den Handlungsmotiven von Akteuren. Gerade aber wenn Ökonomen nur noch die Irrationalität als Erklärung für kontraproduktive Börsenentwicklungen bleibt, sollten sich Fragen nach der sozialen Einbettung oder der Eigenwirkung von Erklärungen ergeben. Im Zuge dieses Vortrags werden aus einer mikrosoziologischen Perspektive Alternativen zur impliziten Ethik und impliziten Anthropologie der Wirtschaftswissenschaften dargestellt. Dabei wird auf die konkrete Praxis des Börsenhandels eingegangen und die sog. “technische Analyse” als Arbeitsweise von Börsenhändlern u.a. genauer untersucht.
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Im spätkapitalistischen Theater

Im spätkapitalistischen Theater Wo herrscht überall Kapitalismus? Was hat unsere alltägliche Kommunikation mit „dem System“ zu tun? Herbert Marcuse liefert mit seinen Konzepten von Eindimensionalität und Zweiter Natur eine Anthropologie des Menschen im (spät)kapitalistischen Machtapparat. Andere Autoren wie Erving Goffman wiederum beschreiben das soziale Handeln auf zwischenmenschlicher Ebene. Ansätze, die erst einmal wenig gemeinsam zu haben scheinen. Vergleicht man sie näher, tun sich aber interessante Parallelen auf. Goffmans alltägliches Theater wird plötzlich ziemlich kapitalistisch. Wir wollen unter dem anderem die Huhn-Ei-Frage klären. War zuerst kapitalistische Interaktion oder die kapitalistische Gesellschaftsstruktur da? Bedeutet kapitalistisches Handeln auf der Mikroebene vielleicht, dass diese Handlungsmuster natürlich in uns angelegt sind? Braucht gesellschaftliches Zu-sammenleben gar kapitalistische Strukturen?
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Wirtschafts- und Arbeitswelt im Wandel

Die steigende Bedeutung des Finanzmarktes, welcher seine wachsenden Gewinnerversprechen gegenüber den Investoren als Gewinnerwartungen an die Unternehmensseite weitergibt und somit deren Konkurrenzdruck der internationalisierten Weltmärkten zusätzlich verschärft, setzt die Managementabteilungen unter erheblichen Handlungszwang. Die daraus resultierende „neue Unternehmenspolitik“ muss versuchen die Anforderung zur Innovations- Reaktions- und Profitsteigerung – trotz gestiegener Unsicherheiten – zu erbringen. Dies neuen Anforderungskonstellationen werden u.a. in Form neuer Personalführungsstrategien sozusagen „nach unten“ an die Mitarbeiter weitergeben, was nicht nur deren Arbeits- sondern auch Lebensbedingungen erheblich verändert und erschwert.
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Zuspitzung und Überfluss – zur Aktualität der allgemeinen Ökonomie Georges Batailles

Gezeigt werden soll, dass vom globalen Mangel her zu denken heißt, sich der Möglichkeit zu berauben, dem partikularen Mangel die globale unproduktive Verausgabung entgegenzusetzen. Denn das Individuelle, das Reichtümer akkumulieren möchte, verkennt, dass das Kollektive immer schon allzu reich ist. Sichtbar wird dies bei der massenhaften Vernichtung von Lebensmitteln, bei Kriegen oder bei der Ausrufung von Konjunkturprogrammen. Hier soll nun zur Disposition gestellt werden, inwieweit solche und andere aktuelle Phänomene kapitalistisch produktionsorientierter Gesellschaften heute sinnvoll mit dem Konzept der allgemeinen Ökonomie von George Bataille analysiert werden können.
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