Dawn of Sociology – Postessentielle Naturen komplexer Gesellschaften

„Damit nun kehren die Menschen in die Welt zurück […]. War sie früher unser Herr, später dann unser Sklave, jedenfalls immer unser Wirt, ist sie heute unser Symbiont.“ Michel Serres Natur wird meist als das angesehen, was dem Sozialen gegenüber steht, ein menschenleerer Raum. Natur beschreibt gerade das, was nicht zur Gesellschaft gehört, das was nicht menschlich bzw. sozial ist. Von einem solchen Verständnis ausgehend, zeigen uns dagegen Ereignisse in 2010 und 2011, wie der Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko oder das Erdbeben und der Tsunami von Japan, die Verstrickung von Natur und Sozialem. Dabei geht es nicht nur um Katastrophen. Populär diskutiert ist der Zusammenhang von Klimawandel, Politik und Gesellschaft.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Michael Wutzler.

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Gibt es wirklich eine fundamentale kognitive Differenz zwischen Menschen und Tieren? Aktuelle Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für das gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnis

Seit der medialen Debatte um die ethischen und ökologischen Konsequenzen des Fleischverzehrs, angeregt vor allem durch das Buch „Tiere essen“ des US-Autors Jonathan Safran Foers, zeichnet sich eine Verschiebung in den öffentlichen Diskursen über die gesellschaftliche Mensch-Tier-Beziehung sowie über die Haltung und Tötung von Tieren für menschliche Zwecke ab. Sollte sich dieser Trend verstetigen, könnte dies angesichts der immensen ökonomischen und kulturellen Bedeutung der gesellschaftlichen Tiernutzung zu einem fundamentalen Wandel der Strukturen westlicher Gesellschaften führen.
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Sorry, we’re closed: Endlich wächst zusammen, was auseinander gehören will!

Im aktuellen soziologischen Globalisierungsdiskurs ist es ein Gemeinplatz das Verschwinden des Nationalstaates zugunsten einer Öffnung der Gesellschaft zu attestieren. Diese Diagnose ist im Lichte neuer Kommunikationsformen, sowie wirtschaftlicher und politischer Integration sicher nicht unangemessen und stellt nicht nur die Akteure, sondern auch die Soziologie vor neue Aufgaben.
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Die Bedeutung des Nationalstaats als Denkkategorie der Sozialwissenschaft. Kritische Anmerkungen zum „methodologischen Nationalismus“

Der Vortrag thematisiert die Ursachen und Auswirkungen des methodologischen Nationalismus, worunter die oft unbewusste Verwendung des Nationalstaats als sozialwissenschaftliche Untersuchungseinheit und seine Gleichsetzung mit Gesellschaft verstanden wird. Anhand von Beispielen wird dabei gezeigt, wie der unreflektierte Umgang mit dem Nationalstaat in den Sozialwissenschaften dazu führt, dass die nationalstaatliche Perspektive auf soziale Phänomene normalisiert, legitimiert und reproduziert wird. Um damit verbundene Verzerrungen in der sozialwissenschaftlichen Beobachterperspektive erkennen und vorbeugen zu können, plädiert der Vortrag für eine stärkere Reflektion der Bedeutung des Nationalstaats als Denkkategorie.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Benjamin Triebe.

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