Die Konstruktion religiöser Identität im Spannungsfeld von Tradition und Bruch. Eine empirisch explorative Studie bei der Priesterbruderschaft St. Pius X.

The second Vatican Council changed the form of the Catholic mass through changing the liturgy as well as theological concerns. In the centre of this paper is the religious practice of the Society of St. Pius X. who, with reference to the Catholic tradition has decided to act up against the very same thing therefore creating their own identity through this deferral. While communication opens situations to reinterpretation, rituals as a special form of communication provide a certain closure. Tradition characterized as a nonreflexive and ritualized behavior has to become reflexive in order to legitimize their identity as “the tradition”. Once a tradition is questioned it loses its stabilizing quality and constantly refers to contingency: if one thing is being questioned, others might follow, therefore threatening the social order as a whole. We will see how they in their everyday religious life manage to resolve this problem and stabilize their identity through shared orthopraxis.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Mirca Lotz.

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SAPV in Berlin – eine soziologische Untersuchung zum organisierten Sterben zu Hause

Die Gesellschaft und die Politik in Deutschland steht vor der Aufgabe, die verschiedenen Ansätze zur Gestaltung eines humanen Sterbens in Würde wahrzunehmen. Angesichts der entstandenen Vielfalt differenzierter und spezialisierter Konzeptionen zur Begleitung und Versorgung schwer-kranker und sterbender Menschen in den vergangenen Jahren, vertrete ich die These eines institutionalisierten Sterbens in Deutschland.
Mein Vortrag beschäftigt sich hierbei mit der Frage, wie sich das institutionalisiertes Sterben in Deutschland speziell in der ambulanten Versorgung organisiert und welche Institutionalisierungskonflikte dabei zu beobachten sind. Dabei werde ich die Vielfalt moderner Kommunikation und Organisation in Bezug auf Sterben und Tod als wichtigen Bereich sozialwissenschaftlicher Forschung darstellen.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von franziska.kopitzsch.

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Wer im Fernsehen stirbt ist schöner tot. Repräsentierte Tote in deutschen und amerikanischen TV-Serien. Ein filmsoziologischer Kulturvergleich.

Der gesellschaftliche Umgang mit dem Tod in der modernen Kultur hat sich grundlegend geändert. Dies zeigt sich unter anderem an den immer häufiger auftretenden Darstellungen von Toten in neuen TV Serien des 21. Jahrhunderts. Obwohl soziologische Theorien der Moderne auf »Privatisierung« und »Tabuisierung« des Todes und vor allem auch auf seine Ausweisung in spezialisierte Institutionen verweisen, bahnt sich eine neue Sichtbarkeit des Todes speziell in der audio-visuellen Kultur der Postmoderne an. Doch zeigen die neuen Repräsentationsformen tatsächlich die »Realität des Todes« oder sehen wir nur durch ästhetische Codes maskierte Verweise auf den Tod? Zentrale Fragestellungen des Projektes sind: Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Kodierungen der Totendarstellungen auf die aktuelle gesellschaftliche Bedeutung des Todes ziehen? Welche Entwicklung fand hinsichtlich der Repräsentationen von Toten im 20. und 21. Jahrhundert statt? Wodurch unterscheiden sich amerikanische und deutsche Repräsentationen und welche Rückschlüsse auf national-gesellschaftliche Tabus lassen sich hieraus ziehen?
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„Neuro-Romantik“. Der Liebesdiskurs unter Einfluss der Hirnforschung

Antworten auf die Frage nach der Bedeutung der Liebe fallen je nach soziohistorischen Kontext verschieden aus und speisen sich aus verschiedenen (kollektiven) Wissensvorräten: Das romantische Liebesideal als eine Art Leitmotiv der modernen westlichen Liebessemantik entsprang dem literarischen Diskurs des 18. Jahrhunderts. Seitdem verschiebt sich die Deutungshoheit nicht nur im Liebesdiskurs über Theologie, Philosophie und Literatur hin zu psychologischen und biologischen Begründungsmustern (v.a. Genetik, Evolutionsbiologie und Neurowissenschaften). Dieser Trend lässt sich besonders in populärwissenschaftlichen Ratgebern und Sachbüchern der letzten 10 Jahre feststellen. Wie wird ‘Liebe’ in diesen Medien konzipiert und welche Leitbilder von Paarbeziehungen werden dabei vermittelt? Wie sehen diese „neuro-romantischen“ Alltagsanleitungen für „komplexe neue Beziehungswelten“ konkret aus und warum haben sie eine so große Bedeutung in der Öffentlichkeit? Ich begegne diesen Fragen mit einem wissenssoziologisch-diskursanalytischen Ansatz in Anschluss an Foucault, Keller & Link und kombiniere ihn mit einer Metaphernanalyse, denn die Hegemonie neurobiologischer Argumente in den Massenmedien ergibt sich nicht zuletzt aus dem spezifischen Sprach- und Bildgebrauch der Hirnforschung. Eine soziologische Perspektive ermöglicht dabei einen kritischen Blick auf die dem Diskurs zu Grunde liegenden kulturellen Legitimationsmuster und deren unausgesprochenen Implikationen.
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Lost in depression? – Über die Entwicklung der Depression zur Volkskrankheit der „komplexen neuen Welt“

Lost in depression? – Über die Entwicklung der Depression zur Volkskrankheit der „komplexen neuen Welt“ Dieser Beitrag widmet sich der Depression als zeitgenössisches Phänomen der komplexen Gegenwartsgesellschaft. Dabei gilt es zunächst einen Zusammenhang zwischen dem beobachtbaren Wandel gesellschaftlicher Anforderungen an die Individuen und dem vermehrten Auftreten der Depression herzustellen, um anschließend und im Hinblick auf ihren gegenwärtigen Status einer Volkskrankheit der Frage nach der Bedeutung der Gesundheitsindustrie nachzugehen. Auf diesem Wege wird versucht zu zeigen, dass moderne gesellschaftliche Werte wie Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung zu vorzeitiger Erschöpfung führen können und in einer „Krankheit der Eigenverantwortlichkeit“ enden, die sich unter dem aktiven, öffentlichkeitswirksamen Einfluss der Gesundheitsindustrie zur Volkskrankheit der Gegenwart entwickelt hat.
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