Über Adorno hinaus. Zur Relevanz des Totalitätsbegriffs in kritischen Gesellschaftsanalysen

Die heutige Soziologie zeigt sich weitestgehend desinteressiert an der Entwicklung eines Begriffs der Gesellschaft; Gesellschaft zerfällt ihr tendenziell in ein bloßes Nebeneinander verschiedener Kontexte und Sinnwelten. Von dieser Konstellation ausgehend soll im Vortrag mit Adorno argumentiert werden, dass ein Begriff von Gesellschaft als Totalität und als Vermittlungszusammenhang, notwendig ist, um einerseits die soziologischen Gegenstände adäquat fassen zu können und andererseits radikale Gesellschaftskritik wiederzubeleben. Die Aufgabe, die im Vortrag in Angriff genommen werden soll, besteht darin, sowohl die Aktualität als auch die Defizite von Adornos Totalitätsbegriff herauszuarbeiten und aufzuzeigen, dass er trotz seiner Defizite das Potential für aktualisierende Weiterführungen bereithält, das auszuschöpfen wäre, um die gegenwartsanalytische Kritik zu schärfen.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Robin Mohan.

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Die Erfahrung des Bruchs. Versuch über den Zusammenhang von Emanzipation, Erfahrung und Gesellschaft

Der Beitrag fußt auf der Annahme, dass in der Erfahrung eine eigentümliche Kraft zur sozialen Veränderung wurzelt. Indem sie den Ort bildet, wo bisher wirksame soziale Strukturen und Ordnungen durch ihre Überschreitung auf ein ihnen gegenüber Äußeres verwiesen werden, wo Brüche aufzuklaffen beginnen, zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte, markiert sie einen möglichen Ort emanzipatorischer Vorgänge. Von unterschiedlichen theoretischen Ansätzen aus soll dieser Intuition nachgegangen werden.
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Die Subalternität des Spitzendeckchens. Komplexitätsreduktion und Ästhetik bei Adorno und Heidegger.

Es stellt sich die Frage, warum die modernen Analysen von Heidegger/Adorno mit einer traditionell-bürgerlichen Ästhetik einhergehen. Wie kann es sein, dass theoretisch radikal gesellschaftskritisch gedacht, privat jedoch Tisch und Körper mit Stoffen geschmückt werden, die in die Vorzeit der Aufklärung gehören? Die These ist, das negative Dialektik wie ontologische Dekonstruktion gesellschaftliche Komplexität abstrakt reduzieren und so manch lebenswichtige Frage eliminieren. Dies soll in einigen Punkten gezeigt werden.
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Zur Weiblichen Kultur. Brücken zwischen Georg Simmel und Marianne Weber

Georg Simmel wird als Zeitdiagnostiker der vorletzten Jahrhundertwende und als Theoretiker der einsetzenden Moderne geschätzt. In diesem Vortrag werden seine eher unbekannten Schriften zur Frauen- und Geschlechterproblematik des ausgehenden 19. Jahrhunderts vorgestellt. Dabei werden seine Analyse der damaligen Geschlechterproblematik und sein Lösungsansatz für dieses gesellschaftlich relevante Thema mit Gedanken von Marianne Weber vergleichend in Beziehung gesetzt. Beide können als Schlüsselautoren zum Begriff der weiblichen Kultur der vorletzten Jahrhundertwende bezeichnet werden.
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