Video: PANEL Geschlecht und Sexualität

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Prostitution im feministischen Diskurs

Die Frauenbewegung ist eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen. Dass der Feminismus – im Unterschied zu vielen Darstellungen – vielschichtig, komplex und heterogen ist, zeigt Sophie Maria Ruby am Thema Prostitution. Wie wird Prostitution als soziales Phänomen im feministischen Diskurs verhandelt? Welche Interpretationen desselben werden in diesem Diskurs gegeben? Wie stehen Feminist_innen beispielsweise zu der – mittlerweile in den Medien hegemonialen – Sichtweise auf Prostitution als „normaler Beruf“? Bricht Prostitution das Patriarchat auf oder perpetuiert sie es? Wie soll aus Sicht von Feminist_innen die Gesetzgebung zu Prostitution gestaltet werden? Im Vortrag werden Deutungsangebote des Diskurses zu diesen Fragen vorgestellt. Die Autorin und Vortragende freut sich auf eine lebhafte Diskussion im Anschluss.
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Theorie und Praxis: Flüchtige Bekannte? Eine Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis der Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik

Gleichstellung ist kein abgeschlossenes Thema, sondern ein laufender Prozess. Mit der Strategie des Gender Mainstreaming wurde ein politisches Leitprinzip zur Gleichstellung auf EU-Ebene eingeführt. Doch das Konzept wird u.a. in Hinsicht auf seinen Theoriehintergrund stark kritisiert. Warum sich der Dialog zwischen Frauen- und Geschlechterforschung und der Gleichstellungspolitik so schwierig gestaltet, welches Potenzial im Theoriediskurs steckt und ob es eine Gleichstellungspolitik geben kann, die die Theorie und die Praxis gleichermaßen miteinbezieht, soll in diesem Beitrag diskutiert werden.
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‘Obviously I’m not a dick, right?’ – Positionierungen von Männlichkeit auf der medialisierten Konversationsebene einer Datingshow

Die soziolinguistische Studie, die ich auf dem Kongress vorstellen möchte, befasst sich mit der Konstruktion von Männlichkeiten auf der Mikro-Ebene ‘natürlich auftretender’ Unterhaltung in einer rein männlichen peer group. Gesondert hinzu tritt der Faktor, dass die Teilnehmer während der analysierten Aufnahme die britische Dating– und Game Show ‘Take Me Out’ ansahen. Die Betrachtung der spezifischen Techniken, die die Teilnehmer zur Positionierung variabler ‘männlicher’ Identitäten einsetzen, ist somit gepaart einer Analyse der Gesprächsebene, wie sie durch die TV-Sendung bereitgestellt wird. Die Arbeit ist in einem Bachelor-Level Soziolinguistikkurs am King’s College London entstanden und bezieht sich (neben einer generellen Einordnung in die Forschungsrichtung der kritischen Männlichkeitsstudien) auf zwei theoretische Grundlagen: einerseits den ‘Positioning Approach’ zur Identitätsbildung aus dem Bereich der diskursiven Psychologie (Korobov/Bamberg 2007) und der Analyse Helen Woods, die Medienkonsum als Interaktion auf einer ‘medialisierten Konversationssebene’ (mediated conversational floor) versteht (Wood 2007). Nach einer kurzen Einführung in diese Ansätze und ihre jeweilige Verortung möchte ich anhand ausgewählter Beispiele aus den transkribierten Unterhaltungen einige Techniken herausstellen, die die Teilnehmer zur Positionierung von gegenderten Identitäten einsetzen. Der Fokus der Präsentation soll somit auf den generell unbemerkten, kreativen Verhandlungen liegen, in denen Gender in alltäglichen Situationen und unter Einbezug von Medien reproduziert wird. Eine strukturelle Einbettung dieser Funde ist daher nicht vorgesehen. Die Textsamples und die ursprüngliche Arbeit liegen in englischer Sprache vor, der Vortrag selbst wird jedoch auf Deutsch gehalten.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Linus Westheuser.

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Über das Sprechen der ‚Einen‘ und das Schweigen der ‚Anderen‘. Eine feministisch-postkoloniale Reflexion der „Frauenrecht ist Menschenrecht“ Bewegung.

Das ‚Frauen‘ den ‚Männern‘ gleichgestellt sind, ist immer noch ein gesellschaftspolitisches Ziel. Zweifelsohne lässt sich aus einer historischen Perspektive eine deutliche Verbesserung und Angleichung von Rechten von Frauen nachzeichnen, doch ist die Verwirklichung des Egalitarismusansatzes noch in weiter Ferne. Es stellt sich die Frage, wie Emanzipation erreicht werden kann. Wie sollen feministische Bewegungen und deren Forderungen gestaltet werden, um eine Befreiung von diversen Unterdrückungsstrukturen zu erreichen? In meinem Vortrag möchte ich die Bewegung „Frauenrecht ist Menschenrecht“ auf ihren emanzipatorischen Gehalt hin diskutieren und auf die Ambivalenzen von Verrechtlichungsprozessen eingehen. Im Zuge dessen möchte ich die Identitätspolitiken in der feministischen Bewegung herausstellen und die Exklusion von z.B. Transgender problematisieren.
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Dieser Beitrag wurde eingereicht von Wedermann.

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